CO₂-Äquivalente (CO₂e)

CO₂-Äquivalente (CO₂e) sind eine Maßeinheit, die verwendet wird, um die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase (THG) zu vereinheitlichen und miteinander zu vergleichen. Da unterschiedliche Treibhausgase wie Methan (CH₄), Lachgas (N₂O) oder Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs) unterschiedlich stark zur globalen Erwärmung beitragen, werden ihre Wirkungen in Bezug auf die Wirkung von Kohlendioxid (CO₂) angegeben.

Hintergrund:

Jedes Treibhausgas hat ein sogenanntes Global Warming Potential (GWP)**, das beschreibt, wie viel Wärme das Gas im Vergleich zu CO₂ in der Atmosphäre über einen bestimmten Zeitraum (meist 100 Jahre) zurückhält.

Beispiele für GWP (100 Jahre Zeithorizont):

  • CO₂: 1 (Referenzwert)
  • Methan (CH₄): ca. 28–30 (je nach Quelle und Zustand in der Atmosphäre)
  • Lachgas (N₂O): ca. 265
  • Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs): GWP-Werte können in die Tausende gehen.

Berechnung von CO₂-Äquivalenten:

Die Emissionen eines Gases werden mit dessen GWP multipliziert, um sie in CO₂-Äquivalente umzurechnen.

CO₂e = Menge des Gases × GWP des Gases

Warum CO₂e?

Die Angabe in CO₂-Äquivalenten erleichtert:

  • Den Vergleich der Klimawirkung verschiedener Gase.
  • Die Quantifizierung und Überwachung von Emissionen in Klimaschutzstrategien.
  • Die Festlegung von Zielen zur Reduzierung von Treibhausgasen, wie z. B. in internationalen Abkommen wie dem Pariser Klimaschutzabkommen.

Durch die Verwendung von CO₂-Äquivalenten kann die Gesamtheit der Treibhausgasemissionen als eine Zahl ausgedrückt werden, was eine einheitliche Kommunikation und Bewertung ermöglicht.

Gebäudeenergiegesetz GEG

Das GEG steht für das Gebäudeenergiegesetz.

Das Gebäudeenergiegesetz GEG ist ein deutsches Gesetz, das die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden regelt. Das GEG ist am 1. November 2020 in Kraft getreten und hat die vorherigen Regelungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV), dem Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengeführt.

Hauptziele des GEG:

  • Energieeffizienz erhöhen: Neubauten und bestehende Gebäude sollen möglichst energieeffizient sein.
  • Klimaschutz fördern: Der Einsatz erneuerbarer Energien wird unterstützt, um fossile Energien zu ersetzen und CO₂-Emissionen zu reduzieren.
  • Regelungen vereinheitlichen: Durch die Zusammenführung der Vorgängergesetze werden klare und einheitliche Vorgaben für Bauherren, Eigentümer und Planer geschaffen.

Zentrale Inhalte:

  • Primärenergiebedarf: Das GEG legt Obergrenzen für den Primärenergiebedarf eines Gebäudes fest.
  • Mindestdämmstandards: Vorgaben zur Wärmedämmung für Neubauten und Bestandsgebäude.
  • Erneuerbare Energien: Neubauten müssen einen Teil ihres Wärme- und Kältebedarfs durch erneuerbare Energien decken (z. B. Solaranlagen, Wärmepumpen oder Biomasse).
  • Sanierungsfahrplan: Für Bestandsgebäude gibt es Förderungen und Anforderungen, um sie langfristig energieeffizient zu machen.
  • Niedrigstenergiegebäude: Neubauten müssen den Standard eines Niedrigstenergiegebäudes erfüllen, wie es von der EU gefordert wird.

Relevanz für Eigentümer und Bauherren:

  • Wer ein neues Gebäude baut, muss die Vorgaben des GEG beachten.
  • Bei größeren Renovierungen oder Sanierungen von Altbauten greifen ebenfalls bestimmte Anforderungen, etwa in Bezug auf Dämmung oder den Austausch alter Heizsysteme.
  • Für den Verkauf oder die Vermietung von Gebäuden ist ein **Energieausweis** verpflichtend.

Das GEG ist ein wichtiger Baustein der deutschen Klimaschutzpolitik und soll dazu beitragen, die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen.

Biomasse

Die Definition von Biomasse lautet:

Biomasse bezeichnet organisches Material, das als Energieträger genutzt werden kann. Sie umfasst alle durch Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen erzeugten Stoffe, die direkt oder indirekt aus der Fotosynthese stammen. Biomasse ist eine erneuerbare Energiequelle, da sie durch natürliche Prozesse kontinuierlich nachwächst.

Zu den Hauptbestandteilen der Biomasse zählen:

  • Pflanzliche Biomasse: Holz, Stroh, Getreide, Pflanzenreste, Algen usw.
  • Tierische Biomasse: Gülle, Mist, Tierfette, tierische Abfälle.
  • Biogene Abfälle: Lebensmittelreste, Gartenabfälle, industrielle organische Abfälle.

Biomasse kann auf verschiedene Arten energetisch genutzt werden, darunter:

  • Verbrennung (z. B. in Holzheizungen oder Biomassekraftwerken)
  • Vergasung (Umwandlung in Synthesegas).
  • Vergärung (Produktion von Biogas).
  • Verflüssigung (Herstellung von Biokraftstoffen wie Biodiesel oder Bioethanol).

Biomasse wird als klimafreundlich angesehen, da bei ihrer Nutzung nur so viel CO₂ freigesetzt wird, wie zuvor von den Pflanzen beim Wachstum aufgenommen wurde. Sie ist jedoch auch Gegenstand von Diskussionen, da ihre Nutzung zu Landnutzungskonflikten und Umwelteffekten führen kann.

Primärenergie

Die Definition von Primärenergie ist wie folgt:

Primärenergie bezeichnet die in natürlichen Energiequellen enthaltene Energie, bevor sie in eine andere Form umgewandelt oder verarbeitet wird. Sie stellt die ursprüngliche Energieform dar, wie sie in der Natur vorkommt, und umfasst beispielsweise:

  • Fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle
  • Regenerative Energien wie Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie
  • Kernenergie (Energie, die in Atomkernen gespeichert ist)

Primärenergie wird oft genutzt, um den Gesamtenergieverbrauch oder die Energiemenge zu messen, die benötigt wird, um eine bestimmte Dienstleistung oder Endenergieform bereitzustellen (wie Strom, Wärme oder Treibstoff).

Ein Beispiel: Rohöl als Primärenergie muss raffiniert werden, um Benzin als nutzbare Endenergie zu erzeugen.

Die Betrachtung der Primärenergie ist wichtig, um die Effizienz von Energiesystemen und die Umweltauswirkungen des Energieverbrauchs zu bewerten.