CO₂-Äquivalente (CO₂e)

CO₂-Äquivalente (CO₂e) sind eine Maßeinheit, die verwendet wird, um die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase (THG) zu vereinheitlichen und miteinander zu vergleichen. Da unterschiedliche Treibhausgase wie Methan (CH₄), Lachgas (N₂O) oder Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs) unterschiedlich stark zur globalen Erwärmung beitragen, werden ihre Wirkungen in Bezug auf die Wirkung von Kohlendioxid (CO₂) angegeben.

Hintergrund:

Jedes Treibhausgas hat ein sogenanntes Global Warming Potential (GWP)**, das beschreibt, wie viel Wärme das Gas im Vergleich zu CO₂ in der Atmosphäre über einen bestimmten Zeitraum (meist 100 Jahre) zurückhält.

Beispiele für GWP (100 Jahre Zeithorizont):

  • CO₂: 1 (Referenzwert)
  • Methan (CH₄): ca. 28–30 (je nach Quelle und Zustand in der Atmosphäre)
  • Lachgas (N₂O): ca. 265
  • Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs): GWP-Werte können in die Tausende gehen.

Berechnung von CO₂-Äquivalenten:

Die Emissionen eines Gases werden mit dessen GWP multipliziert, um sie in CO₂-Äquivalente umzurechnen.

CO₂e = Menge des Gases × GWP des Gases

Warum CO₂e?

Die Angabe in CO₂-Äquivalenten erleichtert:

  • Den Vergleich der Klimawirkung verschiedener Gase.
  • Die Quantifizierung und Überwachung von Emissionen in Klimaschutzstrategien.
  • Die Festlegung von Zielen zur Reduzierung von Treibhausgasen, wie z. B. in internationalen Abkommen wie dem Pariser Klimaschutzabkommen.

Durch die Verwendung von CO₂-Äquivalenten kann die Gesamtheit der Treibhausgasemissionen als eine Zahl ausgedrückt werden, was eine einheitliche Kommunikation und Bewertung ermöglicht.