Primärenergiefaktor

Der Primärenergiefaktor (fp) ist ein Wert, der angibt, wie viel Primärenergie zur Erzeugung einer bestimmten Menge Endenergie (wie Strom oder Wärme) benötigt wird. Er ist ein Indikator für die Energieeffizienz und berücksichtigt Verluste bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung von Energieträgern. Je niedriger der Wert ist, desto umweltschonender und effizienter ist die Energieversorgung.

  • Berechnung: Der Wert ermittelt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie, wobei jeder Energieträger (z.B. Strom, Heizöl, Gas, Holz) einen eigenen Faktor hat.
  • Anwendung: Der Primärenergiefaktor wird für die Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden, die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) genutzt. Er hilft, den Primärenergiebedarf eines Gebäudes zu berechnen und die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern.
  • Beispielwerte: finden Sie in der Tabelle
  • Bedeutung: Ein niedriger Primärenergiefaktor bedeutet, dass weniger Energie für die Bereitstellung der Endenergie aufgewendet werden muss, was sowohl ressourcenschonend als auch umweltfreundlicher ist. 

Beispielwerte

Strom2,6-2,8 (GEG 2024)
Erdgas1,1
Flüssiggas (LPG)1,1
Fernwärme0,7-1,0
Holz-Pellets, Scheitholz0,2-0,5
Solarthermie0
Wärmepumpe Luft-Wasser (Strom)0,68-0,9 (bei COP ca. 3-4, Strom 2,7)
Wärmepumpe Erdwärme (Strom)0,54-0,68 (bei COP ca. 4-5, Strom 2,7)
Wärmepumpe Wasser-Wasser (Strom)0,54-0,68 (bei COP ca. 4-5, Strom 2,7)