Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) in Baden-Württemberg verpflichtet Eigentümer von Bestandsgebäuden, die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden, bei einer Erneuerung der zentralen Heizungsanlage mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken. Diese Regelung gilt seit der Novellierung des Gesetzes im Juli 2015.
Haben Sie Fragen zum EWärmeG oder benötigen Sie einen Sanierungsfahrplan? Kontaktieren Sie mich, ich unterstütze Sie gerne.
Der Kauf einer Immobilie, egal ob Haus oder Wohnung, ist für die meisten Familien eine der größten Investitionen Ihres Lebens. Und meistens auch die einzige in dieser Größenordnung. Bei dieser Investition dürfen keine Fehler unterlaufen und alles muss glatt gehen.
Bei Kauf einer Bestandsimmobilie sieht man was man bekommt, aber es lauern viele versteckte Herausforderungen und man weiß bei Renovieren oft nicht was einen erwartet. Der Vorteil der Bestandsimmobilie ist, man kennt die Lage auf dem Grundstück und sieht das Gebäude, wie es in der Umgebung wirkt. Für viele Käufer ist das besser als sich mit den Bauplänen und Unterlagen eines Neubaus auf der grünen Wiese zu beschäftigen.
Planen Sie den Kauf einer neuen Immobilie? Dann müssen Sie noch mehr als im Bestand auf die handelnden Partner verlassen. Der Markt an Neubauten ist in der Region Stuttgart schwierig. Grundstück- und Baupreise sind hoch, die Anzahl an Angeboten reduziert. Es tummeln sich viele Makler und Vermittlern von Bauträgern und versuchen die Immobilien an den Mann, die Frau oder die Familie zu bringen.
Hier müssen Sie sehr aufmerksam sein. Sie erhalten in der Regel ein Exposé und eine Baubeschreibung. Diese gilt es sorgfältig zu lesen und zu verstehen, den oft steckt der Teufel im Detail. Hier einige Beispiele:
Spachtelung der Fugen bedeutet, dass dieses Oberfläche nur für grobe Rauhfasertapeten funktioniert. Feine Spachtelputze oder Anstriche sind nur bei besserer Spachtelung möglich. Dies kostet meist einen kräftigen Aufpreis, wird aber gerne verschwiegen, da es natürlich einiges an Konfliktpotential bei der späteren Abnahme birgt.
Rollanden mit Handbetrieb ist sicher die günstigste Ausführung. Bei einer Immobilie von ca. 800.000 Euro, von der diese Beispieltexte sind, wären elektrische Rollläden sicher zu erwarten. Der Aufpreis je Rollladen kann schnell 200 bis 400 Euro betragen.
Bei dem Beispiel erhalten Sie einen PVC-Sockel bei Fliesen. Bei dem Preis ist das unterste Qualität. Leider wird das oft überlesen und führt anschließend zu hohen Mehrkosten.
Die Photovoltaikanlage ist nur rudimentär beschrieben, die Leistung der Anlage ist für einen Laien nicht erkennbar. Hier weiß man also nicht was man kauft.
Bei dem Beispielprojekt konnte der Verkäufer nicht mal die genaue Fläche des Grundstücks bzw. des Gartens nennen… bei 800.000 Euro Kaufpreis ist das nicht sehr professionell.
Ich könnte noch viele Beispiele bringen…. Bauträger sind durchaus sehr kreativ im Weglassen von Informationen. Dies gibt ihnen Spielraum, die Projekte wirtschaftlich auszupressen und den Preis später hoch zu treiben. Natürlich gibt es auch Ausnahmen…
Was könne Sie tun?
Lassen Sie sich beraten! Von einem Architekten oder einem Bauingenieur (wie mich), der mit Ihnen das Projekt gemeinsam durchschaut und Sie bei den Themen rund um Ihre Lebensinvestition berät. Im Rahmen der Beratung erhalten Sie viele Tipps und lernen die Fallstricke kennen. Dies gibt Ihnen Sicherheit.
Sie sind der Meinung, Sie müssen was tun um Ihre Klimabilanz verbessern? 35 % der Energie werden durch Gebäude für Heizung und Warmwassererzeugung verbraucht. Hier haben Sie die Möglichkeit mit eine energetischen Sanierung Ihres Gebäudes einen Beitrag zu leisten. Natürlich können Sie auch einzelne Maßnahmen durchführen und Schritt für Schritt vorzugehen.
Die Heizungsrohre transportieren das Heizungswasser und Warmwasser zu den verschiedenen Endverbrauchern im Haus. Eine effektive Dämmung der verlegten Rohre sorgt dafür, dass die Wärme nicht bereits während des Transports verloren geht. Dadurch behält das durchfließende Wasser seine Ausgangstemperatur bei. Diese Rohrisolierung ist eine kostengünstige Optimierungsmaßnahme, die sich schnell bezahlt macht.
Heizungsrohre verlaufen häufig durch unbeheizte Kellerräume, was zu einem Verlust von Wärme führt und sich in hohen Heizkosten niederschlägt. Dies ist insbesondere in älteren Gebäuden ein Problem, da hierdurch viel Energie ungenutzt verloren geht. Die Isolierung von Heizungsrohren und -armaturen ist jedoch keine komplizierte Aufgabe und kann von Hausbesitzern selbst durchgeführt werden. Durch isolierte Rohrleitungen können Wärmeverluste bei der Verteilung um bis zu 70 Prozent reduziert werden.
Für eine einmalige Investition von 50 bis 100 Euro können Hausbesitzer in einem Einfamilienhaus (125 m2 Wohnfläche, Baujahr 1983, beheizt mit Gas) durch die Isolierung der Rohre erhebliche Energiekosten sparen.
Ohne Isolierung können bis zu 20 Euro pro Meter Rohr an Wärme verloren gehen, während mit Isolierung nur bis zu 6 Euro Verlust entstehen. Das bedeutet, dass pro Meter Rohr eine Ersparnis von 14 Euro erzielt wird. Bei einer durchschnittlichen Rohrlänge von 22,5 Metern im unbeheizten Bereich können so Einsparungen von 315 Euro pro Jahr realisiert werden.
(Datenquelle: Verband Zukunft Gas)
Tipp
Die Isolierung der Rohrleitungen können Sie auch in Eigenleistung wirtschaftlich durchführen.
Eine Energieberatung für Wohngebäude soll Eigentümer, Mieter und Pächter sowie Nießbrauchsberechtigte bei der Entscheidung unterstützen, wie die Energieeffizienz eines Wohngebäudes sinnvoll verbessert werden kann. Die Energieberatung leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der Ziele des Klimaschutzes.
Gegenstand der Förderung
Mit der Bundesförderung der Energieberatung für Wohngebäude (EBW) werden von Expertinnen und Experten durchgeführte Energieberatungen gefördert.
Höhe der Förderung
80 % des förderfähigen Beratungshonorars, maximal 1.300 Euro bei Ein- oder Zweifamilienhäusern
80 % des förderfähigen Beratungshonorars, maximal 1.700 Euro bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten
zusätzliche Förderung für WEG: 500 Euro einmalig pro WEG bei Erläuterung der Beratungsergebnisse im Rahmen einer Wohnungseigentümerversammlung
Ein Photovoltaikspeicher oder auch Stromspeicher ist ein Energiespeichersystem, das in Verbindung mit Photovoltaikanlagen (Solaranlagen) verwendet wird. Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um. Ein Photovoltaikspeicher ermöglicht es, den erzeugten Solarstrom zu speichern, anstatt ihn sofort ins Stromnetz einzuspeisen. Dieser gespeicherte Strom kann dann bei Bedarf genutzt werden, insbesondere wenn die Sonne nicht scheint, wie zum Beispiel während der Nacht oder an bewölkten Tagen.
(Quelle IBC Solar)
Es gibt verschiedene Arten von Photovoltaikspeichern, darunter Batteriespeicher, die häufig in Haushalten oder kleinen Unternehmen eingesetzt werden. Diese Speicherbatterien speichern den überschüssigen Solarstrom, der tagsüber erzeugt wird, und stellen ihn bei Bedarf zur Verfügung. Dies ermöglicht eine effizientere Nutzung von Solarenergie und reduziert die Abhängigkeit von konventionellen Stromquellen.
Ein Batteriespeicher in einem Wohnhaus hat üblicherweise eine Kapazität von 5-10 kW. Die Dimensionierung erfolgt in Abhängigkeit der gewünschten Anwendung. Soll nur der Haushalt versorgt werden oder auch ein Elektroauto geladen werden.
Batteriespeicher besten in der Regel aus Lithium-Ionen- oder Bleibatterien (früher).
Der Einsatz von Photovoltaikspeichern trägt dazu bei, die Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie zu erhöhen und den Anteil des selbst erzeugten Solarstroms zu maximieren, was wiederum zu einer nachhaltigeren Energieversorgung beiträgt.
Wo kann man eine Stromspeicher im Haus aufstellen?
Grundsätzlich lässt sich ein Stromspeicher überall aufstellen. Aber natürlich bietet sich der Technik oder Hausanschlußraum dafür an. Grundsätzlich sind die Herstellervorgaben zu beachten. Diese findet man in der Regel in der Betriebs- und Aufbauanleitung. Meist macht es Sinn, wenn der Wechselrichter im gleichen Raum montiert wird.
Gibt es Brandschutzvorschriften für einen Hausspeicher?
In Deutschland gibt es 16 Bundesländer und somit (leider) auch 16 Bauordnungen, die zu beachten sind. In den Bauordnungen gibt es (noch) keine Vorgaben zu der Aufstellung. von Batteriespeichern in Wohngebäuden.
Was passiert wenn eine Batteriespeicher brennt.
Batteriespeicher bergen aufgrund Ihrer Bauweise eine gewisse Brandgefahr. Gründe für die Brandentstehung könne technische Defekte, beschädigte Batteriezellen oder nicht fachgerechte Montage sein. Wenn Stromspeicher brennen, entsteht sehr viel Raum und vor allem schädliche Gase. Für die Feuerwehr ist der Brand eines Batteriespeichers in einem Wohnhaus eigentlich keine unlösbare Aufgabe. allerdings benötigt sie für das Löschen sehr viel Wasser, was unweigerlich zu einem großen Schaden führt. Ebenfalls entsteht viel Rauch, der dann natürlich auch des Rest des Hauses stark beschädigen kann.
Was kann man empfehlen?
Eine generelle Empfehlung ist schwierig, aber grundsätzlich gibt es einige Dinge die man tun kann, um einem Schaden vorzubeugen:
Montage eines Rauchwarnmelders in dem Aufstellraum des Stromspeichers ist sinnvoll um Bewohner zu alarmieren und eine rechtzeitige Räumung zu ermöglichen. Die Bewohner müssen dann telefonisch die Feuerwehr benachrichtigen. eine Funkvernetzung mit anderen Rauchwarnmeldern im Haus kann sinnvoll sein, damit man den Alarm auch wahrnimmt.
Der Raum sollte ein Fenster haben. Dies ermöglicht im Brandfall eine Rauchableitung.
Eine selbstschliessende oder auch eine selbstschliessende feuerhemmende Brandschutztür (T30) stellt sicher, dass sich das Brandereignis auf den Aufstellraum begrenzt und sich nicht im Haus ausbreitet. Die Tür muss natürlich geschlossen sein.
Interesse?
Gerne berate ich Sie zu den Themen und freue mich auf den Kontakt mit Ihnen. Rufen Sie gerne an: